Performance oder Marke?

Über den neuerlichen Erfolg eines beliebten Missverständnisses

Zuweilen erhebt sich eine spannende Diskussion darum, ob Unternehmen Ihre Werbespendings eher in Performance-Marketing investieren sollten oder in die Wahrnehmung der Marke. Dabei liefern die Verteidiger beider Seiten eine Reihe plausibel klingender Argumente für die eine oder eben die andere Ansicht.

Doch diese Diskussion ist sinnlos. Denn natürlich muss man als Unternehmen beides tun, Performance-Marketing nutzen und den kontinuierlichen Markenaufbau betreiben. Und zwar in kluger Abwägung.

Wichtig für diese Abwägung ist die Frage, wie sehr ein Unternehmen bereits als Marke wahrgenommen wird, wieviel Geld und wieviel Zeit es hat. Bei den meisten familiengeführten Unternehmen kann man ohne Übertreibung davon ausgehen, dass sie bislang nicht als Marke wahrgenommen werden. Das können sie ändern. Aber nicht dadurch, dass sie den gesamtem Zeit- und Marketingetat in den Aufbau einer Marke stecken. Besser ist es zumeist, mit Maßnahmen im Performance-Marketing, beispielsweise Google Ads, Facebook Ads oder Ads bei LinkedIn, genau für solche Kunden sichtbar zu werden, die in Ihrer Buyers' Journey schon weit fortgeschritten sind. Kunden also, die bereits nach einem konkreten Produkt oder einer Dienstleistung suchen. Denn mit Online-Marketing in diesen Kanälenl ässt sich schnell und zu kalkulierbaren Kosten Umsatz generieren. Umsatz, der bei guten Produkten und Dienstleistungen gleich mehrfach interessant ist. Einmal spült dieser zusätzliche Umsatz unmittelbar Geld in die Kassen, welches für weitere Marketingaktivitäten genutzt werden kann. Zum anderen bietet dieser Umsatz die Chance bei guter Leistungs- und Serviceperformance Anlässe zur Weiterempfehlung bei den neu gewonnen Kunden zu schaffen.

Wenn Sie auch die Menschen als Kunden gewinnen wollen, die noch in früheren Phasen der Customer Journey stecken oder glauben, bereits den richtigen Anbieter für ihre Wünsche zu kennen, gibt es keine Alternative zum Aufbau Ihrer Marke. Dieser wirkt nicht so schnell wie das Performance-Marketing, er ist vielgestaltiger und fordert intensiven Einsatz. Aber er lohnt immer. Denn er ist nachhaltig und seine Effekte werden wie bei einem Schneeball immer größer.

Klären Sie also nicht, ob Sie Performance-Marketing nutzen, sondern entscheiden Sie klug, in welchem Maße Sie von Ads auf Google, Facebook oder LinkedIn profitieren möchten.

Und wenn Sie bei diesem Klärungsprozess einen Sparringspartner suchen, wissen Sie ja, an wen Sie sich wenden können.

Ein Beitrag von: Frank Dziersk