Zeitliche Muster in der Customer Journey - Manchmal ist Weihnachten erst an Ostern

Während im Einzelhandel im Dezember allerorten (hoffentlich) die Kassen klingeln, lohnt sich ein genauer Blick auf die branchenspezifischen Unterschiede. Häufig gibt es saisonale Spitzen und zuweilen sind sie nicht da, wo man sie vermutet.
Ein beispielhafter Blick mittels Web-Analyse Tool Google Analytics auf die Website-Besucherströme einer beliebigen Apotheke zeigt, dass nicht wie vielleicht vermutet der Dezember und Januar (Erkältung!) die starken Monate waren, sondern vielmehr der Februar (Fasching = Kopfschmerzen?) und - Überraschung! - die Zeit vor Ostern.
Natürlich können das ganz individuelle Gründe sein: Ein Website-Relaunch, Marketingkampagnen, Preisaktionen, was auch immer. Ein zusätzlicher Blick auf die Vorjahre kann hier zusätzlich Klarheit geben, um zu entscheiden, ob es tatsächlich stabile Muster sind.

Folgende Aspekte gilt es zusammengefasst zu beachten:

  • Zeitliche Muster können saisonal, monatlich, an bestimmten Wochentagen und zu bestimmten Uhrzeiten sein
  • Vorsicht vor Fehlschlüssen! Sind die Unterschiede durch spezifische interne Faktoren erklärbar oder echte, stabile Muster?
  • Decken sich Online-Muster auch Offline, also in der Filiale?
  • Die Motivation für einen Besuch kann sehr unterschiedlich sein. Wann wird 'nur' recherchiert, wann gekauft/bestellt?
  • Wenn es Muster gibt, sind Sie organisatorisch und personell auf die Spitzen vorbereitet? Wie ist es um die (telefonische) Erreichbarkeit und die Sortimentsverfügbarkeit bestellt?

Es lohnt sich also, genau hinzusehen.

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Ein Beitrag von: Gerald Dziersk